Verein zur Förderung Erlebnis-, Wildnis- und Alpinpädagogischer Aktivitäten
Die Idee hinter Out Of Comfort
Der uns umgebende Alpenraum bietet verschiedenste Möglichkeiten, Natur- und Selbsterfahrungen im Einzel- oder Gruppensetting zu sammeln. Immer wieder dürfen wir hier selbst äußerst wertvolle, befriedigende, beglückende und lehrreiche Tage erleben. Mithilfe von erlebnispädagogischen Methoden möchten wir nun diese Natur als Erfahrungs- und Lernraum mit anderen Menschen teilen. Denn wir sind überzeugt: Durch gezielte, professionelle Begleitung können dort Erlebnisse entstehen, die persönliche, soziale und ökologische Handlungskompetenzen stärken – Fähigkeiten, die in unserer Gesellschaft oftmals wenig gefragt, für ein verantwortungsvolles, empathisches und selbstbestimmtes Zusammenleben aber unabdingbar sind. Dabei ist es erstmal egal, ob wir auf eine Wanderung gehen oder auf ein Canyoning-Abenteuer, ob wir im selbstgebauten Iglu übernachten oder Baumhaus-Bau-Projekt umsetzen: Die Aktivitäten, die wir bieten (wollen), sollen Spaß machen und intensive Eindrücke hinterlassen. Dazu gehört es auch, dann und wann die eigene Komfortzone zu verlassen, denn nur die Gesamtheit unserer Erlebnisse - freudige und herausfordernde - stärken uns und bieten Lernmöglichkeiten.
Was macht Out Of Comfort?
Der Verein steht gerade am Anfang, doch wir träumen und denken groß. Wir möchten ein Angebot für Tirols Soziallandschaft schaffen, das einen Gegenpol zu den alltäglichen Anforderungen der modernen Leistungsgesellschaft darstellt. Wir wollen mit unseren erlebnispädagogischen Angeboten authentische Naturverbundenheit fördern, denn der Mensch steht in Resonanz mit der Natur und ist Teil davon - auch wenn wir das im Trubel des Alltags oft allzu leicht vergessen. Dazu nutzen wir Aktivitäten wie Aufenthalte auf Selbstversorgerhütten, Kochen am Feuer, Übernachten unterm Sternenhimmel, Kanutouren, Schneeschuhwanderungen oder Fahrradausflüge. Dabei entstehen oftmals spannende, lehrreiche Gruppendynamiken. Mit ergänzend eingesetzten kooperativen Übungen können verschiedenste Themen bearbeitet und durch gemeinsames Reflektieren Lernprozesse befeuert werden. Doch nicht nur Gruppenprozesse wollen wir begleiten, sondern auch in Einzelsettings arbeiten: Manchmal erfordern problematische und schwierige Lebensphasen von Individuen ein anderes Setting, um die vorher selbst gesetzten Ziele (wieder) klar erkennen und so erreichen zu können. Auch hier wollen wir mit dem selbstwirksamen Potenzial verschiedener Outdoor-Aktivitäten arbeiten und durch beispielsweise Landartprojekte und andere Arbeiten mit Naturmaterialien Kreativität fordern und fördern - im Handeln und im Denken.
Und wer steckt dahinter?
Anfang des Jahres 2024 haben wir – Isabel Cassar, Massimo Bertagnolli und Till Kieweg – uns zusammengesetzt, um unsere Wünsche und Ziele zu diskutieren und ein gemeinsames Konzept zu erarbeiten. Da wir trotz unserer unterschiedlichen Lebensgeschichten, Erfahrungen und Methoden an einem gemeinsamen Ziel und mit gemeinsamen Werten arbeiten, sehen wir uns als gegenseitige Bereicherung.
Isabel
Das Leben beginnt, wo die Komfortzone endet. Von diesem Motto begleitet und mit selten gestilltem Durst nach neuen Erfahrungen und lernreichen Erlebnissen schließt sie 2023 den Diplomlehrgang für Erlebnispädagogik in Stams ab. Als diplomierte Sozialpädagogin bringt sie Kenntins und Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, sowie jungen Erwachsenen mit teils sozialen und/oder kongnitiven Defiziten mit. Seit frühester Kindheit an selbst schon immer viel Zeit in der Natur verbracht, sieht sie diese daher als unvergleichbar wertvolle Ressource für pädagogisches Arbeiten an.

Massimo
Natur, Abenteuer und Wildnis sind fester Bestandteil seines Lebens. Er ist in den südlichen italienischen Alpen aufgewachsen und hat in Innsbruck Politikwissenschaften studiert. Seit 2017 ist er geprüfter Bergwanderführer und 2024 hat er beim Alpenverein den Lehrgang Alpinpädagogik (Schwerpunkt Jugendarbeit) erfolgreich abgeschlossen. Er bringt Erfahrung in den verschiedensten Bereichen, von handwerklich bis sozial und hat bereits einiges an Praxis mit Gruppendynamiken durch geführte Wanderungen und Radreisen gesammelt. Seit vier Jahren arbeitet er in der offenen Jugendarbeit in Imst.

Till
Ist am liebsten und meistens draußen. Hat in München Ethnologie und Soziologie studiert. Nach dem Bachelor ist er nach Innsbruck gezogen - wie so viele, um den Bergen näher zu sein. Hat hier das Masterstudium Gender, Kultur, Sozialer Wandel erfolgreich abgebrochen und stattdessen 2023 die Ausbildung zum Erlebnispädagogen bei der Outward Bound Academy noch erfolgreicher abgeschlossen ;-) Bringt Erfahrung im Bereich Inklusion, therapeutisches Klettern und Jugendarbeit mit, interessiert sich in letzter Zeit aber auch für die Arbeit mit Erwachsenen. Außerdem arbeitet er als Industriekletterer und an verschiedenen Handwerksprojekten.
